Einleitende Rede von Oskar Freysinger zum Blocher-Anlass

Liebe Anwesende,
Erinnern Sie sich an den 6. Dezember 1992? Wahrhaft ein schwarzer Sonntag. Eine Katastrophe für die Schweiz! Dieser schwarze Sonntag ist dafür verantwortlich, dass wir Schweizer immer noch lächerliche 8 % Mehrwertsteuer zahlen statt deren zwanzig. Eine Schande für unser Portemonnaie! Dieser schwarze Sonntag ist dafür verantwortlich, dass wir eine Arbeitslosenzahl von 3,5% haben, statt 12%! Ein Skandal!
Wie kann es sich ein Land erlauben, so wenig Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose zu produzieren, dass es sie aus dem Ausland einführen muss? Schliesslich ist der schwarze Sonntag des Jahres 1992 dafür Schuld, dass die Schweizer Bevölkerung in ihrer krassen Unwissenheit und politischen Inkompetenz den weisen und kompetenten Politikern ständig einen Strich durch die Rechnung macht.
Wie soll das tumbe Volk seinem Glück zugeführt werden, ich frage Sie, wenn es das Initiativrecht missbraucht, um die eigene Regierung vom Eis zu führen, auf das sich kein Esel gewagt hätte!?
Man kann es drehen und wenden wie man will, der schwarze Sonntag anno 1992 hat uns die höchsten Errungenschaften der Zivilisation wie Zentralismus, Bürokratie, Fremdbestimmung und totalitäre Machtballung vorenthalten. Wie schön wäre unser Leben mit fremden Richtern. Wir bräuchten nicht mehr selber zu entscheiden! Wie schön wäre unser Leben Dank der automatischen Übernahme von EU-Recht. Wir müssten nicht mehr selber denken! Wie schön wäre ein Leben ohne direkte Demokratie! Wir müssten nicht mehr ständig abstimmen und uns bei Nichtbeachtung des Regierungswillens als Hinterwäldler und Volltrottel bezeichnen lassen. Wir wären endlich die Verantwortung und unseren Wohlstand los. Wir wären endlich frei! Wir wären offen, tolerant, nett und Paradies-kompatibel! Stattdessen haben wir Schweizer 1992 für das programmierte Ende unseres Landes gestimmt! Das Programm läuft zwar noch und versucht uns mit Wohlstand und sozialem Frieden zu täuschen, aber wir sind nicht naiv, wir wissen, dass die Schweiz wegen des schwarzen Sonntags untergehen wird, jawoll, untergehen, … in Milliarden von Jahren, wenn die Sonne erlischt!
Meine Damen und Herren, ich bin äusserst besorgt und betrübt. Denn just der Kerl, der uns das alles eingebrockt hat, dieser schwarze Sonntägler von der Goldküste, dieser Badehosen-Milliardär, der mit der Eleganz eines Pinguins in sein Schwimmbad plumpst ist heute hier zu Gast, um euch das Märchen einer demokratischen, freien, souveränen direktdemokratischen und neutralen Schweiz zu erzählen. Falls ihr Ohren habt, um zu hören, dann macht es wie ich: glaubt ihm sein Märchen, denn es ist in der Schweiz Wirklichkeit geworden.
Es lebe der schwarze Sonntag, es lebe Blocher, der Teufelsbraten, denn ohne ihn würden wir längst im EU-Paradies schmoren!

Ich wünsche einen erquicklichen Abend unter verlorenen Patriotenseelen!

Oskar Freysinger

Präambel anlässlich des Blocher-Anlasses vom 22. September 2015 in der Simplonhalle, Brig

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