Erbschaftssteuer schadet Familien und KMU

Erbschaften über zwei Millionen Franken und Schenkungen von mehr als 20’000 Franken pro Jahr sollen auf Bundesebene mit einem einheitlichen Satz von 20% besteuert werden. Schenkungen von über 20’000 Franken pro Person und Jahr sollen nach Annahme der Initiative rückwirkend auf den 1. Januar 2012 dem Nachlass hinzugerechnet werden. Die Einnahmen sollen zu einem Drittel an die Kantone und zu zwei Dritteln in die AHV fliessen.
In den meisten Kantonen wurde die Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen abgeschafft. Jetzt soll sie durch Zwängerei wieder eingeführt werden. Erbschaften an die eigenen Kinder werden dann gleich besteuert, wie jene an entfernte Verwandte oder Fremde. Das ist ungerecht und widerspricht dem Verfassungsziel der Familienförderung. Das vererbte Geld wurde doch bereits zu Lebzeiten als Einkommen und jedes Jahr als Vermögen versteuert. Im Falle einer Annahme der Initiative würde der Staat beim Todesfall der Vererbenden ein drittes Mal steuerlich zugreifen.
Die Erbschaftssteuer entzieht KMU beim Übergang auf die nächste Generation Geld oder blockiert wesentliche Mittel. Damit fehlen diese für Investitionen und die Schaffung oder den Erhalt von Arbeitsplätzen. Die neue Bundessteuer führt bei vielen KMU zu einer erheblichen finanziellen Mehrbelastung. Und das in einer Zeit, in der der starke Franken viele Unternehmen ohnehin schon vor grosse Herausforderungen stellt. Die Initiative macht es den KMU noch schwerer auf den globalen Märkten konkurrenzfähig zu sein.
Die SVPO empfiehlt daher eindringlich, am 14. Juni zur Familien- und KMU-feindlichen Erbschaftssteuer Nein zu stimmen.
SVPO

Artikel vom 31. Mai 2015

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