Gratisanwälte – auf keinen Fall

Rechtsberatungen sind in der Schweiz eine kostspielige Angelegenheit. Jeder hart arbeitende und Steuern zahlende Bürger muss sich zweimal überlegen, ob er im Fall der Fälle einen Rechtsanwalt einschalten will. Denn nicht selten ist dieser Schritt finanziell abzuwägen, zumal sich oft langwierige Verfahren stellen, die mit Vorschussleistungen verbunden sind. Meist ohne Gewissheit, was dabei effektiv herauskommt. Zu allem Überfluss sind Juristen dafür bekannt, nicht gerade übereifrig ans Werk zu gehen – Zeit ist Geld wohlgemerkt.

Mit der Asylgesetzrevision soll nun eine Ungleichbehandlung für Rechtsuchende eingeführt werden. Im Gegensatz zum Schweizer, der für seinen Rechtsbeistand teures Geld in die Hand nehmen muss, wird jedem Asylsuchenden fortan ein Gratisanwalt zur Seite gestellt. Berappen muss dies selbstverständlich der gelinkte Steuerzahler. Welchen Nutzen zieht er daraus? Natürlich keinen. Die Hände reiben dürfen sich lediglich die Juristen der Asylindustrie, die auf einen Schlag zig neue Aufträge bekommen.

Wenn man bedenkt, wie viele Sozial- und Wirtschaftsflüchtlinge, die aufgrund ihres Status ohnehin keinen Anspruch auf Asyl haben, trotzdem einen Gratisanwalt zur Verfügung gestellt bekommen sollen, wäre alles andere als ein Nein zu dieser Asylgesetzrevision pure Selbstironie. Bleiben wir vernünftig und lassen auf keinen Fall Gratisanwälte für Asylsuchende zu. Am 5. Juni kann es daher nur heissen: Nein zur Asylgesetzrevision.
SVPO

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