Kniefall vor islamischem Patriarchat

Was dieser Tage über die Handschlag-Dispens an einer Baselbieter Schule zu lesen war, zeigt einmal mehr exemplarisch, wie der Toleranzbegriff zunehmend ins Groteske rückt. Wurden muslimische Schüler doch tatsächlich davon befreit, ihren Lehrerinnen die Hand zu reichen. Und zwar weil Frauen unantastbar, also von niedrigerem Wert als Männer sind, so die Lesart des islamischen Patriarchats. Die Schulleitung nimmt diese Diskriminierung der Frauen billigend hin und begründet den Kniefall damit, der Religionsfreiheit Genüge zu tun. Darf aber unter diesem Vorwand die Verweigerung unserer kultureigenen Umgangsformen akzeptiert werden? In was für einer Zeit leben wir, wenn die Toleranz gegenüber der einen Kultur zur Ablehnung der gastgebenden Kultur führt? Unsere Gesellschaft krankt offensichtlich an Selbstverdrängungstendenzen, die einen Kulturkampf zu verschulden drohen.

Die SVP wehrt sich gegen Gepflogenheiten, die unserer freiheitlichen, christlich-abendländischen Lebensweise zuwiderlaufen. Damit unsere Grundwerte nicht durch fundamentalistische Strömungen untergraben werden, müssen solche bereits im Keim erstickt werden. Kopftücher und verweigerte Handschläge sind nur der Anfang. Aus diesem Grund zielt die jüngste Initiative der SVP Wallis vor allem auf das islamische Kopftuch. Da wahre Toleranz jedoch die Respektierung und Gleichbehandlung aller bedeutet, soll ein allg. Kopfbedeckungsverbot an Schulen eingeführt werden. Denn das Gebot des Anstands gilt letztlich für jeden.
SVPO

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