Kreativitäts-Wettbewerb

Es ist schon allerhand, was man in letzter Zeit über die Durchsetzungs-Initiative lesen und hören musste. Von vorne weg: Ich stimme Ja – und das mit Überzeugung. Die Gegner werden nicht müde, immer abstrusere Bagatell-Delikte zu kreieren. Diese unglaubliche Kreativität macht mich schon beinahe etwas neidisch. Leider vergessen diese kreativen Leute den wichtigsten Aspekt der Initiative: es geht um Verbrechen und bei jedem Verbrechen gibt es Geschädigte. Wenn jemand direkt oder indirekt von einem schweren Verbrechen betroffen ist, dann ist es meist aus mit der Bagatellisierung. Zum Glück bleibt das den meisten Menschen erspart. Trotzdem ist jedes schwere Verbrechen eines zu viel. Vor allem, wenn es von einem Wiederholungstäter begangen wird. Der neue Verfassungseintrag ist absolut unproblematisch. Man muss sich nur an die Gesetze halten. Wer von Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser, hat in den letzten Jahren etwas verbrochen, das zur Ausschaffung führen würde? Sie nicht? Das ist auch richtig und gut so. Weshalb sollte man einem Gast, der ein Verbrechen begeht und anderen Menschen Schaden zufügt, das Gastrecht nicht entziehen dürfen? Es fällt mir beim besten Willen kein Grund ein. Was machen Sie mit einem Gast, der sich bei Ihnen Zuhause nicht an die Regeln hält? Auch die Diskussion über die Secondos ist überflüssig. Wer bleiben will hat zwei Möglichkeiten: Nicht straffällig werden oder sich einbürgern lassen. Als Terzo darf ich das sagen.
SVPO

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