Zweite Röhre bringt Nachhaltigkeit

Würde der bestehende Gotthardtunnel ohne zweite Röhre saniert, wäre das Tessin während Jahren von der übrigen Schweiz strassenseitig abgeschnitten. Staatspolitisch wenig geschickt. Eine provisorische Verladestation würde kaum Abhilfe schaffen. Im Gegenteil. Sie ist überteuert und kapazitiv bereits im Vornherein deutlich überlastet. Die Folge ist ein Verkehrschaos sondergleichen, das mit wirtschaftlichen Einbussen in Millionenhöhe einhergeht. Nicht zu vergessen die landschaftliche Verschandelung, sowie die emissionsbedingte Mehrbelastung der Umwelt durch zusätzliche Staustunden. Nachhaltigkeit sieht anders aus. Gerade grüne und linke Kreise, die sich prominent der Gegnerschaft zuschreiben, sollten dies wissen.

Alle vierzig Jahre muss der Gotthard-Strassentunnel saniert werden. Jede Generation steht damit mindestens einmal vor dieser Pflicht. Der Bau einer zweiten Röhre ist im Hinblick auf künftigen Sanierungen eine clevere und vor allem nachhaltige Lösung.

Am wichtigsten bleibt gewiss der Sicherheitsaspekt. Aus einem gefährlichen Tunnel mit Gegenverkehr und ohne Pannenstreifen wird ein sicheres Doppelportal-Tunnelsystem mit modernsten Sicherheitsstandards. Richtungsgetrennter Verkehr und ein Pannenstreifen je Fahrtrichtung würden die aktuelle Situation klar verbessern. Zudem kann der Umwegverkehr über den Simplonpass verhindert werden. Stimmen wir deshalb am 28. Februar Ja zur zweiten Röhre und damit für Nachhaltigkeit am Gotthard.
SVPO

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