Billigarbeiter und Familiennachzug statt Fachkräfte

Die Befürworter der Personenfreizügigkeit reden immer von den Heerscharen an Hochqualifizierten, die aus der EU in die Schweiz strömen. Und die Personenfreizügigkeit sei unerlässlich, um den grassierenden Fachkräftemangel in der Schweiz zu lindern. Natürlich braucht unser Land ausländische Arbeitskräfte. Doch wer behauptet, die EU-Zuwanderer seien primär Fachkräfte, verkennt die Realität. 2019 wanderten brutto 140'544 Personen in die Schweiz ein. Viele dieser Zuwanderer gelangten aber gar nicht wegen einer Arbeitsstelle in die Schweiz, sondern waren Familiennachzug und Stellensuchende. Parallel dazu findet in gewissen Wirtschaftszweigen eine Verdrängung der Arbeitskräfte statt. Die erdrückende Mehrheit der Zugewanderten und Grenzgänger arbeitet in Berufen, in denen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt genügend einheimische Bewerber vorhanden wären. Nur jeder fünfte EU-Zuwanderer arbeitet nämlich in einem Beruf, in dem in der Schweiz Mangel herrscht. Dies belegen die offiziellen Zahlen des Bundes und eine Studie des Kantons Zürich. Ein Beispiel: Im Juli 2020 waren im Gastgewerbe 13'913 Personen arbeitslos gemeldet. Dennoch wanderten aus der EU im ersten Halbjahr 2020 9'892 Personen für den Gastsektor ein. Die Begrenzungsinitiative stoppt solche Unsinnigkeiten. Wer am 27. September JA sagt zur Begrenzungsinitiative, der sagt JA zu einer massvollen, auf Schweizer Bedürfnisse zugeschnittenen Zuwanderung.
SVPO

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