Gefährdete Walliser Schwarzhalsziege durch Wolf bedroht – SVPO fordert Massnahmen

Die SVPO zeigt sich bestürzt und verärgert über die jüngsten Risse von Nutztieren in Unterbäch. Trotz Herdenschutzmassnahmen fielen acht Tiere der gefährdeten Walliser Schwarzhalsziegenrasse dem Wolfspaar F14 und M59 zum Opfer. Dass dieses Paar bereits Nachwuchs bekommen haben dürfte, wäre keine Überraschung. Eine weitere Verschlechterung der Bedrohungslage für unsere Nutztiere ist damit nicht von der Hand zu weisen. Ganz zum Nachteil unserer Nutztierhalter und –züchter sowie unseres Berggebiets. Neben dem Augstbord-Rudel treiben zwei weitere Wölfe ihr Unwesen im Oberwallis. Die Situation ist schlechter denn je - für die SVPO ist die Schmerzgrenze längst überschritten. Jetzt muss in Sitten und Bern gehandelt werden! Insbesondere muss der Nationalrat der Standesinitiative des Kantons Wallis „Wolf. Fertig lustig“ zustimmen, so wie dies die vorberatende Kommission vorschlägt.

Mit Bestürzung und grossem Ärger hat die SVPO von den jüngsten Rissen in Unterbäch Kenntnis genommen. Eine traurige und für die Nutztierhaltung verheerende Serie in der Augstbordregion findet damit ihre unrühmliche Fortsetzung. Trotz der vom Bundesamt für Umwelt (BafU) und Agridea geforderten Herdenschutzmassnahmen fielen den Wölfen F14 und M59 in der Nacht vom 2. zum 3. Juni acht Walliser Schwarzhalsziegen zum Opfer. Diese einzigartige Ziegenrasse gilt als „Specie Rara“ und ist alleine deswegen schon hochgradig schützenswert. Die Rasse der Walliser Schwarzhalsziege gilt als bedroht und ist klar als gefährdet anzusehen. Dies im Gegensatz zum Wolf, dessen Schutzeinstufung angesichts der weltweiten Bestände nicht gerechtfertigt ist. In Europa gibt es nämlich über 20‘000 Wölfe, weltweit wohl über 200‘000. Die SVPO verlangt, dass der Schutz der wirklich gefährdeten Tiere höher gewichtet wird. Dadurch ist es denn auch möglich, dass das Augstbord-Wolfspaar ohne langes Hin und Her zum Abschuss freigegeben werden kann.

Heute muss wohl davon ausgegangen werden, dass das Wolfspaar F14 und M59 Nachwuchs bekommen hat, womit sich im Oberwallis das erste Rudel gebildet haben dürfte. Daneben streifen zwei weitere Wölfe (F16 und M64) durch unser Land und hinterlassen im Blutrausch Nutztierschäden, die uns teuer zu stehen kommen. Dies vor allem dann, wenn immer mehr Züchter entmutigt aufgeben, was dazu führen wird, dass unsere Alpen verganden.

Für die SVPO steht fest: Ein Miteinander von Landwirtschaft mit Kleintierhaltung und Wolf ist im Wallis nicht möglich. Darum muss jetzt in Bern die Standesinitiative des Kantons Wallis „Wolf. Fertig lustig“ angenommen werden: Die Schweiz muss aus der Berner Konvention austreten, der Schutzstatus des Wolfs muss herabgesetzt werden und der Wolf soll gejagt werden dürfen! 
SVP Oberwallis (SVPO)

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