So wenige Stellen wie möglich, so viele wie nötig
In der Dezembersession hat sich der Grosse Rat mit dem Budget 2026 befasst. Mit Ausgaben von über 4.76 Milliarden Franken erreicht dieses einen neuen Höchststand. Besonders stark steigen die Kosten im Spitalbereich, im Sozial- und Asylwesen sowie bei den Hoch- und Sonderschulen.

Für die SVPO ist klar: Es braucht eine Priorisierung. Stellen sollen dort abgebaut werden, wo sie nicht zwingend nötig sind, und dort geschaffen werden, wo sie dringend gebraucht werden.
So hat die Dienststelle für Kultur 105 Vollzeitstellen, während die Dienststelle für Naturgefahren lediglich 51 Mitarbeiter zählt. Die SVPO beantragte deshalb, bei der Kultur sowie im Asylwesen je 10 Stellen zu streichen. Diesen Anträgen stimmte nur die SVP zu.
Gleichzeitig sind zentrale Bereiche wie Naturgefahren, Mobilität, Raumplanung und die Kantonspolizei dringend auf Verstärkung angewiesen.
Die Dienststelle für Mobilität hat im Oberwallis nur 3 Ingenieure. Wenn zwei von ihnen in Grossprojekten wie in Blatten oder beim Bau des Deibfelstunnels gebunden sind, bleibt nur ein einziger Ingenieur für sämtliche übrigen Projekte im Oberwallis – mit entsprechenden Verzögerungen.
Nachts sind im Oberwallis lediglich 6 bis 7 Kantonspolizisten unterwegs. Angesichts der vielen Seitentäler ist dies ungenügend. Die SVPO hat daher beantragt, 10 neue Stellen bei der Kantonspolizei zu schaffen.
Die SVPO stimmte derweil gegen den radikalen und undifferenzierten Antrag, pauschal alle 20 neuen Stellen in den fünf Departementen zu streichen. Diese Streichung betrifft auch sicherheitsrelevante Bereiche. Gezielten Korrekturen stimmte die SVPO hingegen zu, im Unterschied zur Mitte Oberwallis. Das ist unsere Vorstellung von Sachpolitik und Regierungsverantwortung.
SVP Oberwallis
