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Der Tourismus muss sich keine Sorgen machen

«Ohne Fachkräfte steht der Tourismus still.» Dieses Argument der Gegner der Nachhaltigkeitsinitiative greift zu kurz. Tatsache ist: Die Hotel- und Gastrobranche findet schon heute kaum genügend Personal – trotz Rekord-Zuwanderung. Seit dem Jahr 2000 ist die Bevölkerung der Schweiz um fast zwei Millionen Menschen gewachsen. Dennoch wird immer noch über Fachkräftemangel geklagt. Offenbar löst die Personenfreizügigkeit dieses Problem nicht.

Mehr noch: Gerade in diesen Branchen ist die Arbeitslosenquote besonders hoch, während gleichzeitig laufend neues Personal aus dem Ausland geholt wird. Das ist weder nachhaltig noch sinnvoll.

Dabei leidet der Tourismus bereits unter den Folgen der Zuwanderung: Unsere wunderschöne Heimat und einzigartige Landschaft werden verbaut, Gäste stehen im Stau oder sitzen in überfüllten Zügen und Angestellte finden wegen explodierender Mieten kaum noch bezahlbaren Wohnraum. Wer meint, das habe nichts mit der Zuwanderung zu tun, verschliesst die Augen vor der Realität.

Als Eigentümerin eines Hotels in Saas-Grund sage ich daher überzeugt Ja zur «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative. Selbst bei Annahme der Initiative könnten immer noch netto rund 40’000 Personen pro Jahr in die Schweiz einwandern. Aber wieder kontrolliert und in einem vernünftigen Rahmen. Die Panikmache der Hotel- und Gastrobranche ist deshalb unbegründet. Wir werden auch künftig die nötigen Arbeitskräfte finden. Darum Ja am 14. Juni.

Katja Bumann Piechnick, Saas-Grund

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