Die Fläche der Schweiz ist beschränkt
Als Agronom sehe ich jeden Tag, wie wertvoll, aber auch wie begrenzt unser Boden ist. Doch was wir über Generationen hinweg mühsam aufgebaut und bewirtschaftet haben, verschwindet in beängstigendem Tempo. Seit dem Jahr 2000 ist die Bevölkerung der Schweiz um fast zwei Millionen Menschen gewachsen. Gleichzeitig sinkt die landwirtschaftliche Fläche pro Sekunde um einen Quadratmeter – das entspricht täglich rund 13 Fussballfeldern. Das heisst, dass pro Kopf immer weniger Fläche zur Verfügung steht, um Lebensmittel zu produzieren.

Für die Landwirtschaft bedeutet das: Mit immer weniger Fläche sollen immer mehr Menschen ernährt werden. Das ist eine Rechnung, die einfach nicht aufgehen kann. Durch die unkontrollierte Zuwanderung sinkt unser Selbstversorgungsgrad stetig. Wir geraten damit in eine Abhängigkeit von Lebensmittelimporten aus dem Ausland und gefährden unsere Versorgungssicherheit.
Ist das Kulturland erst einmal unter Asphalt verschwunden, ist es für immer verloren. Ich will, dass auch kommende Generationen noch Äcker und Wiesen bewirtschaften können und nicht nur auf Betonmauern blicken. Deshalb braucht es am 14. Juni ein Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz». Schützen wir unsere Heimat!
Jonas Eyer, Ried-Brig
