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Pflegekräfte haben auch künftig Platz

Die Gegner der «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative behaupten, bei einem Ja am 14. Juni könne die Schweiz kaum mehr ausländisches Pflegepersonal anstellen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Initiative verlangt keine Abschottung, sondern eine massvolle Zuwanderung. Selbst bei einer Annahme könnten immer noch netto rund 40’000 Personen pro Jahr in die Schweiz einwandern.

2025 wanderten 1’096 Pflegepersonen in die Schweiz ein. Gleichzeitig verliessen 388 Personen das Land, was einem Saldo von 708 entspricht. Zudem kamen 1’785 Ärzte. Nur rund drei Prozent der erwerbstätigen Zuwanderer stammten somit aus dem Gesundheitsbereich. Für diese Fachkräfte hätte es auch bei Annahme der Initiative noch Platz.

Zudem ist es ein Trugschluss, die masslose Migration mit dem Bedarf an Fachkräften zu rechtfertigen, denn tatsächlich vergrössert genau diese den Druck auf unser Gesundheitssystem. Wenn die Bevölkerung jedes Jahr um fast 100’000 Personen wächst, steigt auch der Bedarf an Spitälern und Pflegepersonal. 100’000 Zuwanderer benötigen etwa 2’500 Ärzte und Pflegekräfte. Die ungebremste Zuwanderung löst das Problem also nicht, sondern verschärft genau jenen Mangel, den sie angeblich beheben soll.

Die Schweiz braucht wieder eine Zuwanderung mit Mass und Kontrolle, die sich an unseren tatsächlichen Bedürfnissen orientiert. Darum stimme ich am 14. Juni Ja zur «Keine 10-Millionen-Schweiz»-Initiative.

Daniela Pollinger, St. Niklaus

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