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Importierte Arbeitslosigkeit

Seit über 40 Jahren betreibe ich in Grächen ein Restaurant. Umso mehr ärgert es mich, wenn behauptet wird, unsere Gastronomie würde ohne Personenfreizügigkeit zusammenbrechen.

Die Realität sieht anders aus: Die Mehrheit der zugewanderten Erwerbstätigen arbeitet nämlich gar nicht in Branchen mit ausgewiesenem Fachkräftemangel. Das Gastgewerbe ist ein gutes Beispiel dafür. Im Jahr 2025 wanderten über 13’600 Personen aus dem Ausland in diese Branche ein. Und das, obwohl im gleichen Sektor in der Schweiz bereits rund 11’300 Personen arbeitslos gemeldet sind und eine Stelle suchen. Ähnliche Entwicklungen sehen wir im Handel oder auf dem Bau. Das ist importierte Arbeitslosigkeit.

In der Gastronomie und Hotellerie haben wir es nicht mit einem Mangel an Spezialisten zu tun, sondern mit einer ungesteuerten Zuwanderung, die das vorhandene inländische Potenzial ignoriert. Dieses Potenzial wird zu wenig genutzt. Das drückt die Löhne und wälzt die Kosten der Arbeitslosigkeit auf unsere Sozialsysteme ab. Das ist weder nachhaltig noch fair.

Die «Keine-10-Millionen-Schweiz»-Initiative verlangt keine Abschottung, sondern die Rückkehr zu einer kontrollierten Zuwanderung. Selbst bei Annahme der Initiative könnten immer noch netto rund 40’000 Personen pro Jahr in die Schweiz einwandern. Die Ängste des Gastgewerbes sind also völlig unbegründet. Wir werden auch künftig die nötigen Arbeitskräfte finden. Darum stimme ich am 14. Juni Ja zur Nachhaltigkeitsinitiative.

Sternau Williner, Grächen

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